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Internationale Gesellschaft für Manuelle Medizin


Grußwort des Präsidenten



Dr. med. Wolfgang von Heymann

Ich habe die Wahl zum Präsidenten am 18.05.2006 in Moskau mit Freude angenommen, mit der Bereitschaft mich den sicher nicht leichten Aufgaben in den nächsten Jahren ernsthaft zu stellen.

Mit der Verabschiedung des FIMM-Leitbildes im September 2005 in London, an dessen Erstellung ich in allen Phasen mitgewirkt habe und welches meiner Überzeugung vollständig entspricht, hat sich die FIMM eine strategische Vorgabe gemacht, die auch meinen Zielen für die kommenden Jahre entspricht.

Folgende Schwerpunkte für meine Arbeit möchte ich besonders betonen:

  • Die Verbesserung und Standardisierung der Ausbildung in M/M-Medizin weltweit durch Anwendung des Core Curriculum, welches in seiner zweiten Fassung beschlossen wurde;

  • Die Beendigung der Arbeiten an der Neufassung des Glossary, der gemeinsamen Terminologie aller M/M-Ärzte, als einer Voraussetzung für internationale fachliche Verständigung und Kommunikation mit gesundheitspolitischen Behörden;

  • Die Förderung aller Anstrengungen, die M/M-Medizin als eine für Patienten sichere und zuverlässige, für Kostenträger evidenzbasierte und für Ärzte als eine lehrbare Methode zu etablieren;

  • Die Einrichtung des Health Policy Board und der Beginn seiner Arbeit mit Präsentation der FIMM und ihrer Politik bei der WHO und anderen Autoritäten wird mir ein besonderes Anliegen sein.

Da sich die FIMM 2005 in ihrem Strategiepapier «Leitbild» einstimmig auf die Grundlagen der Manuellen Medizin in der universitär akzeptierten Anatomie, Biomechanik und Neurophysiologie festgelegt hat, bestehen die besten Voraussetzungen dafür, dass der Vorstand und die Mitglieder der FIMM weltweit die Aufgaben im Bereich von Ausbildung, Wissenschaft/Forschung und Gesundheitspolitik bewältigen können.

Ich bedaure, dass in gewissen Gegenden noch immer nicht alle Ärzte, die sich mit Manueller Medizin befassen, in unserer Föderation vertreten sind. Aus der Sicht der FIMM ist dies ein Nachteil für die Manuelle Medizin in der Welt. In dieser Hinsicht möchte ich in den nächsten Jahren eine Verbesserung erreichen. Nachdem in den letzten Jahren Japan, Bulgarien und nunmehr in Moskau auch Kasachstan als neue Mitglieder aufgenommen wurden, sollten noch weitere nationale Gesellschaften von der Notwendigkeit einer Mitgliedschaft in der FIMM überzeugt werden. Insbesondere aus dem asiatischen und dem lateinamerikanischen Raum wären neue Mitglieder zu gewinnen.

Die «Globalisierung» wirkt sich auf allen Bereiche aus. So werden in vielen Ländern Einschnitte in den nationalen Gesundheitsbudgets vorgenommen, gleichzeitig wächst ein «grauer» Markt nichtärztlicher Leistungsanbieter innerhalb und außerhalb des national organisierten Gesundheitswesens. Der Zugang der Patienten zu qualifizierter, ärztlicher Manualmedizin wird dadurch zunehmend erschwert. Die FIMM wird daher alle Anstrengungen unterstützen, die Bedeutung einer qualifizierten ärztlichen Betreuung als Voraussetzung für die Sicherheit des Patienten zu vermitteln.

Ich möchte daher klarstellen, dass in der FIMM nur Gesellschaften vertreten sein können, die eine akademische medizinische Ausbildung als Voraussetzung zur Mitgliedschaft verlangen.

Die FIMM ist in der Welt gut vertreten. über ihre Mitgliedschaft bei den nationalen Gesellschaften sind eine große Anzahl von Ärzten in der FIMM vertreten. Diese Ärzte sind in ihrer überwiegenden Mehrzahl Praktiker, die ihre Arbeit in erster Linie in der Behandlung von Patienten sehen.

Aus diesem Grund ist es eine zu berücksichtigende Schwäche der FIMM, dass ihre Beziehungen zu akademischen Institutionen nicht besonders gut entwickelt sind. Es gibt eine Reihe von internationalen medizinischen Organisationen, die in dieser Hinsicht wesentlich stärker sind. Ich werde deshalb eine vermehrte Zusammenarbeit mit solchen Organisationen vorantreiben, die auf nationaler und internationaler Ebene die Verbindung zwischen akademischer Wissenschaft und Alltagspraxis, zwischen Grundlagenforschung und den Therapeuten an der Basis herstellen.

Schließlich möchte ich meinem Wunsch Nachdruck verleihen, alles für unsere gemeinsame Freundschaft zu tun, auch wenn ich nicht immer mit allen gleicher Meinung sein kann.

Dr. med. Wolfgang von Heymann

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© Internationale Gesellschaft für Manuelle Medizin - Last Modified 26.08.2012